Ölmalerei

In der Ölmalerei werden Farbpigmente mit Ölen – meist Lein-, Mohn- oder Nussöl – gebunden. Oft werden Harze wie Mastix oder Balsam, früher auch Bernstein zugefügt. Die Farben trocknen durch
Oxidationsprozesse der Öle, nicht durch Verdunstung. Da Ölfarben sehr langsam trocknen, wird meist Terpentin zugesetzt, das die Trocknung beschleunigt.

Entwickelt wurde diese Ölmaltechnik im 14. Jh. In großem Stil setzten zuerst die Brüder Jan und Hubert van Eyck im 15. Jh. Ölfarben ein, zunehmend verdrängte die Ölmalerei die bis dahin gebräuchliche Temperamalerei. Durch die pastöse Konsistenz der Farben können in der Ölmalerei Techniken eingesetzt werden, die mit anderen Farben nur schwer oder gar nicht möglich sind: Das Nebeneinandersetzen von Strichen, ohne dass die Farben verlaufen, leichtes Korrigieren, Spachteltechniken, sehr dicke Farbaufträge, …

Beliebt ist Ölmalerei vor allem auch durch Farbechtheit und Leuchtkraft. Die Farbintensität wird durch den Trocknungsprozess – anders als etwa bei der Aquarellmalerei – kaum beeinflusst.

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