Emil-Schumacher Ausstellung Kreatur Pferd
Der international bekannte Künstler Emil Schumacher hat sich mit dem Pferd in seiner Ursprünglichkeit intensiv auseinandergesetzt. Eine Ausstellung seiner Bilder, die speziell für Warendorf konzipiert wurde, ist vom 11. September 2011 bis zum 8. Januar 2012 im Warendorfer Stadtmuseum im Historischen Rathaus zu sehen.
Ausstellung "Kreatur Pferd" in Warendorf
Warendorf/Hagen. Pferde faszinieren den Menschen seit jeher. Ob als freies
Naturwesen, Nutztier oder Partner im Sport. So sind sie auch aus keiner Epoche
der Kunstgeschichte wegzudenken. Der international bekannte Künstler Emil
Schumacher hat sich mit dem Pferd in seiner Ursprünglichkeit intensiv
auseinandergesetzt. Eine Ausstellung seiner Bilder, die speziell für Warendorf
konzipiert wurde, ist vom 11. September 2011 bis zum 8. Januar 2012 im
Warendorfer Stadtmuseum im Historischen Rathaus zu sehen.
Neue Facette des Themas Pferd
Als "Hauptstadt des Pferdes" wendet sich die Kreisstadt im Münsterland damit
einer neuen Facette des Themas Pferd zu. Gemeinsam zeigen der Kunstkreis und
die Stadt Warendorf mit dieser Ausstellung des Emil Schumacher Museums
Hagen erstmalig eine Einzelschau, in der ausschließlich Werke des Künstlers zu
sehen sind, die sich mit dem Thema Pferd auseinandersetzen.
Der Maler umreißt das Wesen der Kreatur Pferd
Eine besondere Verbundenheit des Menschen mit dem Pferd drückt sich durch
die künstlerische Darstellung dieser Kreatur in allen Zeiten aus. Der Mensch hat
das Tier durch Zucht geformt und sich durch das Pferd in seiner eigenen
Entwicklung gefördert. Emil Schumacher nähert sich dem Pferd jedoch nicht als
Verehrer des menschlichen Schöpfungswillens, der dem Geschöpf seinen eigenen
Stempel aufgedrückt und es durch Zucht verändert hat. Als sensibler Beobachter
umreißt der Maler das Wesen der "Kreatur Pferd". Die Zeichnungen des Tieres
sind von einem offenen, experimentellen Zugang geprägt. Linien umschließen
Farbflächen, grenzen Bildzonen von anderen ab und rhythmisieren die
Gesamtkomposition.
Emil Schumacher
Emil Schumacher (1912-1999) ist einer der bedeutendsten Vertreter expressiver
Malerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Geboren im westfälischen
Hagen schuf der international erfolgreiche Künstler in sieben Jahrzehnten ein
vielfältiges Werk. Schumacher fand gegen Ende der 1940er Jahre von zunächst
noch figurativ und gegenständlich geprägten Bildern zur Abstraktion. Bis ins hohe
Alter war er künstlerisch aktiv und entwickelte seine Malerei fortlaufend weiter.
Durch nahezu alle Schaffensperioden seines Werkes ziehen sich Elemente, die in
ihrer Einfachheit an Ursymbole erinnern. Schumacher wollte nie reines Abbild,
sondern Wesentliches wiedergeben. Sein Konzept beruhte dabei stets auch auf
der Suche nach der künstlerischen Umsetzung persönlicher Wahrnehmungen. Der
Künstler setzte sich mit den Materialien der Form sowie der Form an sich
auseinander. Den Betrachtern zeigen seine Gemälde die Ambivalenz zweier in der
Moderne bisher kämpferisch gegenüberstehende Begriffe, Abstraktion und
Gegenständlichkeit, und lösen die bisherige Unvereinbarkeit spielerisch auf.
Schumachers Bilder sind im Bildgegenstand abstrakt und zugleich durch ihre
betonte Materialität ausgesprochen dinglich, sie sind der Gegenstand an sich.
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