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Kunstlexikon
Lexikon rund um das Thema Kunst / Bildende Kunst
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Abguss 
Der Abguss, Guss oder Kunstguss bezeichnet das Fertigen von Kopien mit einer sich erhärtenden Masse durch eine (Negativ-)Form des Originals. Älteste belegte Abgüsse stammen aus der Bronzezeit und wurden in einem Verfahren hergestellt, das in seinen Grundzügen bis heute unverändert ist.

Wesentliche Bedeutung kommt beim Guss der Negativform zu. Je nach Verfahren wird sie vom Original aus verschiedenen Materialien hergestellt und kann einmal oder mehrmals verwendet werden. So muss bei einer so genannten „verlorenen Form“ diese nach dem Aushärten des Gussmaterials zerschlagen werden. Bei großen oder kompliziert zu gießenden Rundplastiken werden einzelne Teile gegossen, die anschließend zusammengefügt werden.
Abstrakte_Kunst 
Von lateinisch: abstrahere = abziehen, loslösen. Abstrakte Kunst meint die nichtgegenständliche oder vom Gegenstand losgelöste Darstellung innerhalb der bildenden Künste. Die Wirkung des Kunstwerks wird ausschließlich durch Form oder Farbe erzielt. In einem weiter gefassten Wortsinn versteht man unter abstrakter Kunst auch die sich von einem Wirklichkeitsvorbild durch Übertreibung oder Verfremdung entfernende Darstellung vor allem in archaischen Stilepochen.

Die vor allem in der Malerei heute als Abstrakte Kunst bezeichnete Stilrichtung in der Moderne findet ihre Wurzeln Anfang des 20. Jahrhunderts bei Malern wie Francis Picabia, Wassili Kandinsky, Paul Klee, Kasimir Malewitsch und anderen. Dabei lassen sich zwei Hauptrichtungen identifizieren: eine entwickelte sich aus dem Expressionismus, die andere aus dem Kubismus zur abstrakten Kunst.

Abstrakte Kunst wird oft genutzt, um Innenwelten (Traumwelten, Gedanken oder Gefühle wie Angst, Schmerz, …) darzustellen. Meist bietet Abstrakte Kunst keine eindeutigen Interpretationsansätze, bzw. muss (durch den Künstler selbst) erklärt werden, um verständlich zu werden.
Aquarell 
Von lateinisch: aqua = Wasser. Mit wasserlöslichen Pigmenten und Bindemitteln lasierend, also nicht deckend, gemaltes Bild. Die Farben trocknen in der Regel sehr schnell, daher sind Korrekturen so gut wie unmöglich. Da durch die Lasurtechnik zudem der Untergrund immer durchschimmert, eignen sich nur helle Untergründe – meist Papier oder Pergament.

Eine frühe Blüte erlebt die Aquarellmalerei in Ägypten etwa 1500 v. Chr. mit den sog. Totenbüchern.

Bis zur Entwicklung von Tempera- und Ölfarben blieb die Aquarelltechnik die vorherrschende Maltechnik. Sie erfreut sich bis heute großer Beliebtheit, nicht zuletzt, weil Aquarellfarben unkompliziert zu verwenden sind.

Der Farbunterschied zwischen den noch nassen und den getrockneten Pigmenten ist relativ groß. Im Gegensatz zu Tempera und Öl verlieren Aquarellfarben an Intensität und Leuchtkraft.
Bildende_Kunst 
Unter bildender Kunst werden ursprünglich Baukunst, -> Malerei, -> Grafik und -> Kunstgewerbe verstanden. Der Begriff entstand im 19. Jahrhundert als Sammelbegriff der genannten Kunstrichtungen im Gegensatz zur darstellenden Kunst, zur Literatur und Musik. Dabei wird in Deutschland deutlicher als in anderen Ländern zwischen den einzelnen Begriffen unterschieden.

Während die “Baukunst” heute nicht mehr unter den Sammelbegriff Bildende Kunst gerechnet wird, erweitert sich der Begriff jedoch mit Erfindung neuer Medien: Fotografie und Film, Video, Computeranimation sowie die Vermischung unterschiedlicher Richtungen werden im allgemeinen heute der bildenden Kunst zugerechnet.
Design 
Englisch für „Formgebung“, auch zu übersetzen mit „Gestaltung“. Unter Design wird im Allgemeinen der Entwurf und die Gestaltung von Gebrauchsgütern (-> Industriedesign) oder Entwurf und Layout von Druckerzeugnissen wie Büchern, Plakaten, Werbemitteln (-> Grafikdesign) verstanden. Dabei steht die Verbindung von Zeckmäßigkeit und Schönheit im Vordergrund. Neue und erweiterte Anwendungsbereiche von Design finden sich vor allem bei der Gestaltung des öffentlichen Raums (-> Public Design) und der einheitlichen Gestaltung von Unternehmensauftritten (Corporate Design).

Obwohl die Verbindung von Zweckmäßigkeit und Schönheit bei Gebrauchsgegenständen in der Menschheitsgeschichte schon immer eine wesentliche schöpferische Kraft besaß, kann man im modernen Sinne des Wortes wahrscheinlich erstmalig in Zusammenhang mit der englischen Kunstbewegung „arts & crafts“ sowie dem sogenannten „Jugendstil“ von Design sprechen. Deutliche Unterscheidungen zwischen Designrichtungen gibt es nach Ländern und Kulturen. So folgt der allgemeinen Auffassung nach das „typisch italienische Design“ eher Gesichtspunkten der Schönheit, das „typisch amerikanische Design“ hingegen eher der Funktionalität.
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