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 Betreff des Beitrags: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Mi 25 Jan, 2012 23:53 
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Hi,

Ich möchte mein neues Projekt vorstellen. Das Projekt ist eine englischsprachige Website im Aufbau.

Dieses Projekt behandelt faschistische/totalitäre/autoritäre Ästhetik.

Die Seite sollte für sich sprechen, jedoch möchte ich noch einmal auch auf deutsch festhalten, dass der Inhalt der Website rein künstlerisch, nicht politisch ist, es kann die Verbrechen einer Regierung, einer Instutuion oder eines Menschen nicht verharmlosen.

Jegliche Kritik ist willkommen.


http://cargocollective.com/forbidden-aesthetics


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Do 26 Jan, 2012 01:55 
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Hallo NRV,

ich weiss nicht, was Dein Ziel mit dieser Website ist. Wenn es Irritation ist, hast Du es bei mir geschafft. Ich kann, pardon, aber bei diesem Projekt keinen künstlerischen Aspekt sehen. Ich sehe ein Hakenkreuz, ein leicht "bearbeitetes" Bild von Adolf Hitler und einen Reichsadler. Das wären für mich 3 Gründe Deinen Beitrag zu löschen.

Die Aussage Deines Beitrages:

Zitat:
dass der Inhalt der Website rein künstlerisch, nicht politisch ist


Oder auf Deiner Website:

Zitat:
Neue Reichsversammlung is absolutely nonpolitical.
Neue Reichsversammlung is not propaganda.


reicht mir nicht. Ich kann auch sagen "Bild-Leser wissen mehr", und trotzdem täglich 3 Milliionen Menschen verdummen, wenn Du verstehst was ich meine.

Da ich sowohl rechtlich als auch für das Image dieses Kunstportals verantwortlich bin, muss ich Dich bitten, 1. Dein Projekt genauer zu erläutern, insbesondere worin der Bezug zur Kunst besteht und 2. würde mich Deine Einstellung zum Nationalsozialismus in der Vergangenheit und Gegenwart interessieren. Im Normalfall gehen mich politische Einstellungen anderer nichts an, aber dies ist kein Normalfall.

Bitte nimm innerhalb von 24 Stunden Stellung. Den Link zum Projekt habe ich vor erst entfernt.

Ich danke Dir, für Dein Verständnis.


Liebe Grüße

Tobias

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Seit Juni 2011 neuer Betreiber des Kunstclubs. Ich helfe euch bei Fragen gerne weiter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Do 26 Jan, 2012 14:20 
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Tobias hat geschrieben:
Hallo NRV,

ich weiss nicht, was Dein Ziel mit dieser Website ist. Wenn es Irritation ist, hast Du es bei mir geschafft. Ich kann, pardon, aber bei diesem Projekt keinen künstlerischen Aspekt sehen. Ich sehe ein Hakenkreuz, ein leicht "bearbeitetes" Bild von Adolf Hitler und einen Reichsadler. Das wären für mich 3 Gründe Deinen Beitrag zu löschen.

Die Aussage Deines Beitrages:

Zitat:
dass der Inhalt der Website rein künstlerisch, nicht politisch ist


Oder auf Deiner Website:

Zitat:
Neue Reichsversammlung is absolutely nonpolitical.
Neue Reichsversammlung is not propaganda.


reicht mir nicht. Ich kann auch sagen "Bild-Leser wissen mehr", und trotzdem täglich 3 Milliionen Menschen verdummen, wenn Du verstehst was ich meine.

Da ich sowohl rechtlich als auch für das Image dieses Kunstportals verantwortlich bin, muss ich Dich bitten, 1. Dein Projekt genauer zu erläutern, insbesondere worin der Bezug zur Kunst besteht und 2. würde mich Deine Einstellung zum Nationalsozialismus in der Vergangenheit und Gegenwart interessieren. Im Normalfall gehen mich politische Einstellungen anderer nichts an, aber dies ist kein Normalfall.

Bitte nimm innerhalb von 24 Stunden Stellung. Den Link zum Projekt habe ich vor erst entfernt.

Ich danke Dir, für Dein Verständnis.


Liebe Grüße

Tobias


Hi Tobias,

Ich verstehe deine Bedenke gegenüber dem Projekt. Diese Bedenken waren vorhersehbar, ich hätte meine Intention im Anfangspost genauer darlegen sollen.

Um Missverständnisse zu verhindern, möchte Ich gerne mit Punkt 2 anfangen:

#2
Der Nationalsozialismus ist ein grausames, verachtungswürdiges, menschenverachtendes System/(Ideologie). Es basiert auf pseudo-Wissenschaft, Hass und menschlicher Schwäche. Es ist die Perversion jeglicher Menschlichkeit.

Daher ist der Nationalsozialismus in jeglicher, theoretischer und praktischer Form, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bekämpfen.

Ich bin sehr interessiert im 3. Reich, und dem Grund, weshalb ein ganzes Land solch kranken Idealen verfallen konnte.

Nun zu Punkt 1:

#1

Die Gründe für dieses Projekt sind vielfältig, jedoch ist die Idee der Beschäftigung mit „verbotener“ bzw. gesellschaftlich tabuisierte Ästhetik der Hauptgedanke. Da die Website wie bereits gesagt im Aufbau ist, befindet sich momentan nur ein Bild auf ihr. Dieses behandelt die Ästhetik des Nationalsozialismus zur Zeit des 3. Reiches. Zukünftige Werke der Projektseite werden sich ebenfalls mit gesellschaftlich tabuisierter Ästhetik beschäftigen, dies kann, muss jedoch nicht die Ästhetik des Nationalsozialismus sein. Grund für die Beschäftigung mit gesellschaftlich tabuisierter Ästhetik ist folgendes:
Wir beschäftigen uns mit Ästhetik aus vielen Quellen und/oder Epochen. Gewisse Ideen der Ästhetik sind jedoch tabuisiert, denn sie stehen (zurecht) für kranken Ideologien, Verbrechen und falsche Propaganda. Jedoch ist Tabuisierung eine schlechte Idee, aus einem Tabu entsteht Unwissen, aus Unwissen entstehen Fehler, Fehler die ohne Unwissen vermieden werden könnten. Ich behandle diese Ästhetik im künstlerischen Sinne, auch um eine Beschäftigung mit dieser hervorzurufen, sodass sie nicht für Propaganda gebraucht werden kann. Dies ist der erste Grund für die Behandlung gesellschaftlich tabuisierte Ästhetik.
Der zweite Grund liegt mehr im künstlerischen, das Interesse an der Ästhetik selbst, zugegeben auch das Gefühl an etwas neuen, in gewisser Weise unerforschten, unmoralischen Terrain der Kunst/Ästhetik zu arbeiten. Ich versuche diese Ästhetik zu reflektieren, mit ihr zu experimentieren.

Nun zu dem Teil, dich wahrscheinlich am meisten interessiert, die Gründe für das Wählen nationalsozialistischer Ästhetik für das erste Bild:
Nationalsozialistische Ästhetik ist das Tabuthema schlechthin. Ich sehe den ersten Antrieb für mein Projekt, die Behandlung tabuisierter Ästhetik, welche leicht in Unwissen umschlägt. Die Gefahr von Nazi-Ästhetik ist groß, das Tabu gegeben.
Die Gefahr will ich mit einem Zitat aus der vielleicht etwas politischen Seite comlink.com aufzeigen.

„Würde man Otto Normalverbraucher fragen, ob er gegen Nazis sei, dann würde er diese Frage ohne Zweifel bejahen. Auf die Frage, was er denn dagegen hätte, erhält man nur betretendes Schweigen, vielleicht ein "das was sie mit den Juden gemacht haben, das war nicht so gut"“ (Artikel: „Die (ver)harmlose(nde) Hitlerkritik“ Z. 4-5)
Nazis sind böse. Die Ansicht ist grundrichtig und weitverbreitet. Dennoch ist sie ebenso gefährlich. Wir als Gesellschaft wissen, wir brauchen die Behandlung mit Nationalsozialismus um ihn zu verhindern. Wir bauen Denkmäler und kauen das Thema zu jedem Anlass durch. Dies ist ebenfalls richtig und wichtig. Jedoch mehren sich die Stimmen von Personen, welche die ewige Behandlung des Nationalsozialismus satt haben, sie meinen, man solle die Geschichte endlich ruhen lassen.

Genau dort liegt die Gefahr. Eine echte Beschäftigung mi dem Thema ist dann gescheitert. Die Erkenntnis, Nazis sind böse, ist einzig und allein geblieben. Nazis sind böse, jedoch wenn man die Gefahr ihres Gedankenguts nicht tiefer einschätzen kann, so ist die Aufklärung nicht effektiv genug.
Ich will zur Behandlung mit Nationalsozialismus bzw. mit der dahinterstehenden Ästhetik anregen.
Dies ist Grund eins für die Wahl der Ästhetik des Nationalsozialismus im ersten Bild.

Grund zwei ist zweifelsfrei die Faszination an der Ästhetik selbst. Diese ist zwar krank, jedoch ohne Zweifel gegeben, haben doch viele Künstler sich zur Zeit dessen mit ihr beschäftigt bzw. sie verherrlicht. Faszination von Nazi- Ästhetik, ist gerade bei internationalen Künstlern weiter verbreitet als man denkt.


Diese Projektseite ist daher nicht für die breite Masse gedacht, sie ist konzipiert für Intelektuelle, Kunstinteressierte, welche sich im Geiste bereits mit gesellschaftlich tabuisierte Ästhetik beschäftigt haben.

Desweiteren Habe ich dir per PM einen Link mit einer Größeren Version des Bildes gesendet, die Details sollten deutlicher werden.

Die Intention der Website wird auf selbiger im weiteren Aufbau der Seite deutlicher werden. (und deutlicher werden müsssen.)

Grüße, NRV


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Do 26 Jan, 2012 23:00 
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Lieber NRV

ich bin hier einer der 4 Mods. Tobias hat Dir gestern seine Intention
schon dargelegt.

Für mich tönt dies alles noch nicht sehr überzeugend.
Was mir gar nicht gefällt, dass Du hier nicht mit Namen
und zumindest Stadt hast registrieren lassen. Darum glaube ich Deine
Einwendungen nicht.

Bitte passe Dein Profil noch an.

Besten Dank

Heiner

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Künstler, was mit Sicherheit mehr Geld einbringt


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Fr 27 Jan, 2012 00:34 
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Polarlicht hat geschrieben:
Lieber NRV

ich bin hier einer der 4 Mods. Tobias hat Dir gestern seine Intention
schon dargelegt.

Für mich tönt dies alles noch nicht sehr überzeugend.
Was mir gar nicht gefällt, dass Du hier nicht mit Namen
und zumindest Stadt hast registrieren lassen. Darum glaube ich Deine
Einwendungen nicht.

Bitte passe Dein Profil noch an.

Besten Dank

Heiner


Lieber Heiner,

bedauerlicherweise kann ich mich hier nicht mit meinem echten Namen registrieren lassen. Es sollte jedoch einleuchten, dass dies aufgrund des sehr kritischen/missverständlichen Inhalt praktisch auch bei guten Absichten nicht möglich ist, es würde jeglichen Ruf meiner Person, welche künstlerisch durchaus auch anderweitig aktiv ist, zerstören. Die Seite ist experimentel.

Mein Wohnort (Berlin) befindet sich bereits in meinem Profil.

Ich denke nicht, dass ich effektiv noch mehr Überzeugungsarbeit leisten kann. Kein Author rechtsradikaler Propaganda würde solch viel Mühe in Rechtfertigung stecken.

Ich fragte nach Kritik.

Grüße, NRV.

PS: Wenn du wert darauf legst, kann ich dir meinen Namen via PM zusenden. Bedingung ist absolute Diskretion.


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Fr 27 Jan, 2012 01:36 
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Die Website wurde umbenannt zu "Forbidden Aesthetics".

Der Reichsadler im Header wurde entfernt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Fr 27 Jan, 2012 11:45 
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Polarlicht hat geschrieben:
Lieber NRV

ich bin hier einer der 4 Mods. Tobias hat Dir gestern seine Intention
schon dargelegt.

Für mich tönt dies alles noch nicht sehr überzeugend.
Was mir gar nicht gefällt, dass Du hier nicht mit Namen
und zumindest Stadt hast registrieren lassen. Darum glaube ich Deine
Einwendungen nicht.

Bitte passe Dein Profil noch an.

Besten Dank

Heiner



Jemanden deshalb nicht zu glauben, weil er nicht mit Namen und Stadt registriert ist,
ist ein äußerst schwaches Argument. Eigentlich ist es auch gar keins!
Möchte nicht wissen, wie viele auf diesen Portal mit falschen Daten registriert sind, denen darfst du dann auch nicht glauben.
Wie wäre es, wenn du dich einfach mal inhaltlich mit den Argumenten von NRV auseinandersetzen würdest, warum sie für dich nicht überzeugend tönen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Fr 27 Jan, 2012 12:11 
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Ungefähr die Hälfte der angemeldeten User sind nicht zu finden.
Die andere Hälfte ist bekannt.

Zum Thema nationalsozialistische Zeichen und deren Aufarbeitung.

Aus Finnland kenne ich einige dieser Zeichen recht gut. Sie
sind in Finnland auch nicht verboten oder gar zur Seite ge-
drängt, da die meisten dieser Insignien keltischen oder römischen
Ursprungs sind. Zum Beispiel in den Trachten haben Broschen,
die auf die Blusen gesteckt werden sehr oft ähnliche oder
sogar identische grafische Darstellungen.

Nun zur kritischen Anmerkungen der Seite oder der Hilfe zur Weiterarbeit.
Ich bin kein Heraldiker. Und kann ausser bla bla nichts zum
Thema beitragen.

Und wegen der Ausgestaltung der Webseite als solche:
Bin kein Informatiker.

Meine Beiträge bleiben deshalb aussen vor.

Heiner

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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Fr 27 Jan, 2012 12:57 
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Polarlicht hat geschrieben:
Ungefähr die Hälfte der angemeldeten User sind nicht zu finden.
Die andere Hälfte ist bekannt.

Zum Thema nationalsozialistische Zeichen und deren Aufarbeitung.

Aus Finnland kenne ich einige dieser Zeichen recht gut. Sie
sind in Finnland auch nicht verboten oder gar zur Seite ge-
drängt, da die meisten dieser Insignien keltischen oder römischen
Ursprungs sind. Zum Beispiel in den Trachten haben Broschen,
die auf die Blusen gesteckt werden sehr oft ähnliche oder
sogar identische grafische Darstellungen.

Nun zur kritischen Anmerkungen der Seite oder der Hilfe zur Weiterarbeit.
Ich bin kein Heraldiker. Und kann ausser bla bla nichts zum
Thema beitragen.

Und wegen der Ausgestaltung der Webseite als solche:
Bin kein Informatiker.

Meine Beiträge bleiben deshalb aussen vor.

Heiner


Lieber Heiner,

Ich wäre durchaus an deiner Kritik interessiert, selbst wenn diese nicht 100% fachlich ist.

Grüße, NRV


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Mo 30 Jan, 2012 23:58 
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Nach gründlichem Abwägen der Argumente von NRV, bin ich mit Tobias dahingehend überein gekommen, seinen Link doch zu veröffentlichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Di 31 Jan, 2012 17:05 
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Manitoba hat geschrieben:
Nach gründlichem Abwägen der Argumente von NRV, bin ich mit Tobias dahingehend überein gekommen, seinen Link doch zu veröffentlichen.

Vielen Dank.


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Sa 04 Feb, 2012 22:08 
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Die immer wieder in verschiedenen Nationen aufkommende
nationalistische Gestaltung, manchmal lange, manchmal nur sehr kurz,
basiert immer auf "grossem Auftreten" mit kleinem Inhalt. So auch hier.

Dies oft in expressionistischer Attitude und Gehabe, aber im Grundsatz dem
Stil der Heimatschutzgestaltung verpflichtet ist.
Nun ist dies aber oft eine sehr zweischneidige Aussage. Zumal auch auf der anderen
Seite operierende "politische" Künstler inzwischen, im Gegensatz zu den Thesen vom Mituser
Silberbrigg, bemerkt haben, dass die genau Kenntnis der Geschichte die Basis aller
Entwicklung ist.
Sei es nun in eine gute - sei es in eine schlechte Richtung - sei es als Beobachter und
Beschreiber der Szenen.

Die als forbidden aestetics vorgestellte Seite überrascht durch die 4 Säulen als Elemente,
was zumindest für mich, basierend auf der griechischen Säulenordnung, die zumeist
ungerade ist, nicht überzeugt. Die dadurch entstehende Wirkung ist sehr stabil, nicht
flexibel aber hart wirkt.
Die englischen headlines sind auch überraschend, zumal ich glaube, eine vergleichbare
englische Seite würde - auch auf Grund der neueren Geschichte ziemlich anders aussehen.

Heiner

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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: So 05 Feb, 2012 19:16 
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Polarlicht hat geschrieben:
Die immer wieder in verschiedenen Nationen aufkommende
nationalistische Gestaltung, manchmal lange, manchmal nur sehr kurz,
basiert immer auf "grossem Auftreten" mit kleinem Inhalt. So auch hier.

Dies oft in expressionistischer Attitude und Gehabe, aber im Grundsatz dem
Stil der Heimatschutzgestaltung verpflichtet ist.
Nun ist dies aber oft eine sehr zweischneidige Aussage. Zumal auch auf der anderen
Seite operierende "politische" Künstler inzwischen, im Gegensatz zu den Thesen vom Mituser
Silberbrigg, bemerkt haben, dass die genau Kenntnis der Geschichte die Basis aller
Entwicklung ist.
Sei es nun in eine gute - sei es in eine schlechte Richtung - sei es als Beobachter und
Beschreiber der Szenen.

Die als forbidden aestetics vorgestellte Seite überrascht durch die 4 Säulen als Elemente,
was zumindest für mich, basierend auf der griechischen Säulenordnung, die zumeist
ungerade ist, nicht überzeugt. Die dadurch entstehende Wirkung ist sehr stabil, nicht
flexibel aber hart wirkt.
Die englischen headlines sind auch überraschend, zumal ich glaube, eine vergleichbare
englische Seite würde - auch auf Grund der neueren Geschichte ziemlich anders aussehen.

Heiner



Den Schuh mit der „Kenntnis der Geschichte“ solltest besser du dir anziehen. Bei unserer Diskussion warst du doch derjenige, der Lücken in geschichtlicher Kenntnis aufgewiesen hat. Siehe spanische Revolution 1936-1939, bei der es gilt die konstruktiven Elemente und die praktische Bewährung einer sowohl dem Kapitalismus als auch dem Staatssozialismus sowjetischer Prägung konträren Gesellschaftsform zu erwähnen, einer Gesellschaftsform, die selbst unter Kriegsbedingungen zeigen konnte, dass sie wesentlich produktiver und vor allem menschlicher als die Herrschaft des Kapitals oder der Bürokratie ist: der Anarchismus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: So 05 Feb, 2012 20:06 
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Oh je, Silberbrigg,
es ist schön weiteren den Spiegel vorzuhalten.
Nur musst Du halt eben etwas vorsichtig dabei sein.

Wer waren die Protagonisten der spanischen Anti-Revolution -
und den Krieg gegen Francisco Franco?

Die Kräfte gegen Franco waren Kommunisten. Im Nirgendwo Anarchisten.
Die Katalanen und die Basken zogen nicht mit, weil diese eben eigene Nationen
bilden wollten - was die Linken nicht akzeptieren wollten. Wären da irgendwo
Anarchisten gewesen, wäre das sicher nicht passiert. Aber auch wäre es kaum
möglich gewesen, mit anarchischen Strukturen ein Krieg zu führen. Was zweifelsfrei
eine der positiven Grundlagen der Anarchie wäre.
Einer der kommunistischen Kämpfer in Spanien war der Winterthurer Hans Hutter.
Verstorben 2006. Er hat oft und gerne über die Zeit erzählt.
Seine Desillusion aus dieser Zeit war grenzenlos.

Aber wir sollten eigentlich nicht über nicht vorhandenen Anarchismus plaudern sondern
über die Seite vom TO.

Heiner

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 Betreff des Beitrags: Re: Faschistische Ästhetik in der Kunst?
BeitragVerfasst: Do 09 Feb, 2012 00:24 
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Würdest du hier nicht ein fast völlig falsches Bild von den Anarchisten_innen in spanischen Bürgerkrieg wiedergeben, könnten wir in der Tat auch mal über etwas anderes „plaudern“. Aber so kann dein krasses Verkennen der spanischen Geschichte in jener Zeit einfach nicht stehen gelassen werden. Ich frage mich ehrlich, wie du bloß auf eine solche, nachweislich falsche Sichtweise kommst?!

"Die Kräfte gegen Franco waren Kommunisten. Im Nirgendwo Anarchisten".

Da hast du schon mal die anarchistische Kolonne Durruti vergessen.. Mit zeitweise bis zu 8000 Mann stand diese an der Spitze bei der Abwehr gegen die Belagerung der Faschisten von Madrid.

„Die Anarchisten spielten eine zentrale Rolle im Widerstand gegen die Franquisten,…“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchismus_in_Spanien

"Die Katalanen und die Basken zogen nicht mit, weil diese eben eigene Nationen
bilden wollten - was die Linken nicht akzeptieren wollten. Wären da irgendwo
Anarchisten gewesen, wäre das sicher nicht passiert".


In Katalonien haben sich schon im Juli 1936 die Truppen der Infanterie, Artillerie und der Kavallerie gegen die Faschisten erhoben, wobei sie durch Tausende von linken, vorwiegend anarchistischen Miliz-Anhängern unterstützt wurden.

„Während des Bürgerkrieges 1936–39 war Katalonien (vor allem Barcelona) Schauplatz der einzigen (zumindest zeitweise) geglückten anarchistischen Revolution in der Europäischen Geschichte“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Catalu%C3%B1a

Im übrigen haben sich auf Seiten der Anarchisten auch eine Reihe von damals recht bekannten Künstlern beteiligt. Einer war der von mir sehr geschätzter Maler, Galerist, Zeichner, Autor, Illustrator Gelegenheitsarbeiter, Kapitän, Schiffsjunge, Abenteurer und (Lebens-) Künstler Jack Bilbo, der ein ziemlich abenteuerliches Leben geführt hat und darüber tolle Geschichten erzählen konnte.


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