Kunstportal, Galerie & Künstler Community

* Anmelden   * Registrieren
StartseiteGalerieKunst ForumKünstlerLexikonKalender


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 38 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Wann darf man sich Künstler nennen?
BeitragVerfasst: So 25 Jan, 2009 18:28 
Offline
Premium
Premium
Benutzeravatar

Registriert: Do 22 Jan, 2009 22:49
Beiträge: 5
Bilder: 4
Vorname: Künstler
Nachname: Knuzen
Wohnort: Berlin
Genre:
XING-Profil: ThomasB_Kunz
Es gibt bildende Künstler.
Es gibt freie Künstler.
Es gibt freischaffende Künstler.
Es gibt Künstler.

Es gibt Künstler die ganz ordentlich an einer Hochschule der
Künste bei honorigen Professoren studiert haben.
Manchmal haben diese Künstler einen Abschluss und manchmal
haben diese Künstler keinen Abschluss geschafft. Und sind
doch Künstler. Mit oder ohne Magister.

Manche Leute meinen auch Künstler müssen was können, denn Kunst
kommt von können. <grins> Wer beurteilt das? Wikipedia befragen?

Also ich habe von einem zum anderen Tag beschlossen, mich Künstler
zu nennen. Und wie ist das mit Euch?


Dateianhänge:
Dateikommentar: Ich habe die Idee und Inspiration, verarbeite spezifisches Material und komme mit allen Komponenten bzw. Arbeitsgängen zu einem ausstellbarem Ergebnis, das die unterschiedlichsten Reaktionen beim Betrachter hervorruft. Und bisher macht das bekannterweise
Verkehr_2878.JPG
Verkehr_2878.JPG [ 68.99 KiB | 5302-mal betrachtet ]

_________________
Gruß
Knuzen - Dimensionale Bildplastiken
Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wann darf man sich Künstler nennen?
BeitragVerfasst: Di 27 Jan, 2009 05:13 
Offline
Premium
Premium

Registriert: Di 12 Aug, 2008 04:11
Beiträge: 414
Bilder: 82
Vorname: Heiner
Nachname: Zumbrunn
Wohnort: Winterthur
Land: Schweiz
Genre: Fotografie
XING-Profil: Heiner_Zumbrunn
Ich glaube, man ist nicht Künstler, nur weil man sich Künstler nennt.
Man ist auch kein Künstler nur weil man sich nicht Künstler nennt.

Eine Diskussion hatte es unter einem meiner Bildchen gegeben.
Lies mal nach, wie wirr das gehen kann:

http://www.kunstclub.com/ein-bild-vier-bearbeitungen-t98.html

Lieber Gruss

Heiner

_________________
Kunst ist nur, wenn man versucht.
Wer Kunst kann, ist eher Kunstverkäufer wie
Künstler, was mit Sicherheit mehr Geld einbringt


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: wann darf man sich künstler nennen
BeitragVerfasst: Di 27 Jan, 2009 09:52 
mensch knuzen, da hast was losgetreten mit der frage, schmunzel!
für meine fangemeinde bin ich künstler und für mich selbst nehme ich in anspruch kreativ zu sein!
mir ist es völlig schnuppe ob ich deshalb als künstler " im sinne wann ist man künstler " gelte oder zu gelten habe!
letztlich sind alle künstler auf ihre eine art und weise!
manche halt nur lebenskünstler, na und.......das muss man auch können!
lg peter


Nach oben
   
 
 Betreff des Beitrags: Mein Frage war schon provokativ
BeitragVerfasst: Di 27 Jan, 2009 16:55 
Offline
Premium
Premium
Benutzeravatar

Registriert: Do 22 Jan, 2009 22:49
Beiträge: 5
Bilder: 4
Vorname: Künstler
Nachname: Knuzen
Wohnort: Berlin
Genre:
XING-Profil: ThomasB_Kunz
Nun denn! Meine Frage war schon provokativ und hatte einen ernsten Hintergrund, denn übt man nun diesen "Beruf" als Nebentätigkeit, Haupberuflich oder als pures Hobby aus, dann gibt's schon Unterschiede.
Will man Spaß, Anerkennung, Ruhm oder muss man schlicht Geld damit verdienen, um davon zu leben.

Der LINK: Wie werde ich Künstler zeigt lesenswerte Infos.
Sicherlich hat Google unter define:Künstler auch noch weise Worte parat.
Oder diese Erklärung hier in: WIKTIONARY

So manch einer stellt sein wahres "Können" unter den Scheffel, schreibt poetisch über sein Nichtkönnen (Ziel oder Flucht), und programmiert mal
nebenbei ein bischen in FLASH, ein anderer schafft kreativ als Künstler für andere und verkennt dabei sein eigenes Ego. Oh doch, wenn man sich innerlich zum Künstler bekennt und entsprechend wirkt, dann ist man auch einer.

Ich armer Narr dachte nur, mir würde hier eine Erklarung zum freien, freischaffenden Künstler im Gegensatz zum wahren Bildenden Künstler gegeben werden. Nicht mehr oder weniger. War ja mal ein Versuch.

_________________
Gruß
Knuzen - Dimensionale Bildplastiken


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 28 Jan, 2009 01:27 
Offline
Premium
Premium
Benutzeravatar

Registriert: So 10 Aug, 2008 20:18
Beiträge: 18
Bilder: 149
Vorname: Bernhard
Nachname: Dr. Ost
Wohnort: Erkrath
Land: Deutschland
Genre: Fotografie, Grafik, Malerei, Plastik, Zeichnung, Sonstiges
XING-Profil: Bernhard_Ost
Was Kunst ist, unterliegt verschiedenen Sichtweisen. Es gibt die rein akademische Beurteilung, sowie die der Kunstsektierer, welche sich gläubig in einer Anbetungsgemeinde für einen gut vermarkteten zeitgenössischen Künstler einfinden und einstimmig das gleiche Lobeslied anstimmen, weil man zu den Sachverständigen gehören will und dann gibt es das gemeine Volk mit dem fehlenden Sachverstand, aber teilweise gutem Geschmack und intuitivem Qualitätsempfinden und schließlich gibt es auch noch die Sichtweise der realen oder auch vermeindlichen künstlerischen Konkurrenz, welche die eigene künstlerische Wertschätzung als Maßstab für Andere anlegen möchte.
Hier aber wird die Wertigkeit des Geschaffenen nur allzu oft von der selbstsüchtigen Arroganz des Betrachters überlagert. Wirklich große Kunst wird nur von wirklich großen Künstlern geschaffen und diese sind auch in der Regel immer groß im Geiste und kennen die Selbstbehauptung ihrer künstlerischen Wertigkeit auf Kosten der Abwertung Anderer nicht.
So jedenfalls habe ich wirklich große Künstler empfunden, denen ich begegnet bin.


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: gemeine Volk.....
BeitragVerfasst: Mi 28 Jan, 2009 11:42 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 13 Aug, 2008 11:02
Beiträge: 9
Bilder: 9
Vorname: Stefan
Nachname: Dreier
Wohnort: Dörentrup
Genre:
XING-Profil: Stefan_Dreier4
da gehöre ich eher zu ....wenn mir etwas gefällt verdient es meine Wertschätzung an den Handwerker, Maler, Fotograf, Künstler.....und es gibt halt studierte, lehrende Selbstdarsteller die vielen alles als Kunst verkaufen...

ups...viel mir doch gerade eine Scheibe Butter runter.....wenn ich jetzt genügend selbstwertgefühl hätte ....was könnte da bloß aus mir werden ???

Ich wünsche allen egal was Sie machen viel Spaß und Freude.

Mit netten Grüßen Stefan

_________________
was mir gefällt.....ist kein Masstab......


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Jürgen Raap - Wege zum Rum
BeitragVerfasst: Fr 30 Jan, 2009 00:05 
Offline
Premium
Premium
Benutzeravatar

Registriert: Do 22 Jan, 2009 22:49
Beiträge: 5
Bilder: 4
Vorname: Künstler
Nachname: Knuzen
Wohnort: Berlin
Genre:
XING-Profil: ThomasB_Kunz
Auszüg - Jürgen Raap -Wege zum Ruhm :wink:

"Es gibt nur einen Weg zu Ruhm und Erfolg: harte Arbeit, innovative ästhetische Leistung, Beharrlichkeit, konkurrenzfähige Qualität. Wenn du glaubst, es ginge in erster Linie nur um das lustvolle Ausleben von Phantasie, um Selbstentfaltung und künstlerische Freiheit, dann frage dich ehrlich, wieso die Welt ausgerechnet auf dein persönliches Ausdrucksgebaren abfahren soll...."

_________________
Gruß
Knuzen - Dimensionale Bildplastiken


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr 06 Feb, 2009 23:15 
Offline
Premium
Premium
Benutzeravatar

Registriert: Mo 08 Dez, 2008 10:54
Beiträge: 33
Bilder: 30
Vorname: erich
Nachname: latzelsberger
Wohnort: marsberg
Land: Deutschland
Genre: Design, Fotografie, Grafik
XING-Profil: Erich_Latzelsberger
für mich kommt kunst von können . . .
dieser glaubensgemeinschaft gehöre ich an . . .
nur, kunst entsteht im kopf, und wird erst durch das großartige handwerkliche können zum kunstobjekt und ist kein zufallsprodukt sondern ist vom künstler auch reproduzierbar.
und ob man künstler ist, das ist kein titel den man so erwirbt, künstler ist man weil es andere so empfinden und zum ausdruck bringen.
und dann bin ich bei fotografieart, ich sehe mich als freischaffenden kreativen . . . .
so definiere ich es . . .

warum ???
jahre in der künstlerkomune auf schloss schönau in österreich . . . .
dieter puntigam, leipziger schule - http://www.greensun.at
karl-heinz schreiner, absolvent der meiserklasse hundertwasser - http://www.karlheinzschreiner.at
erwin leder, schauspieler (das boot) - http://www.erwinleder.com
richard schiffer, bildhauer, restaurator, netsuke - http://www.v-age.com
und und und . . .

und nächtelange diskussionen zu dem thema haben dann meine einstellung ergeben . . . .

meine 2 cent . . .

_________________
erich latzelsberger
fotografie:grafik:druckvorstufe
http://L.eric-fotoart.com


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa 07 Feb, 2009 03:16 
Offline
Premium
Premium

Registriert: Di 12 Aug, 2008 04:11
Beiträge: 414
Bilder: 82
Vorname: Heiner
Nachname: Zumbrunn
Wohnort: Winterthur
Land: Schweiz
Genre: Fotografie
XING-Profil: Heiner_Zumbrunn
Kunst kommt von können
schreibt Leric.

Was meiner Haltung: Kunst kommt vom suchen

etwas entgegen steht.

Auf jeden Fall ist zwischen einem Schauspieler oder einem
klassischen Musiker (allerdings auch meist bei den im
weitesten Sinne dem Pop verschriebenen Musiker)
das Können wirklich die Basis um ihe Kunst vortragen zu
können. Es sind die Intensionen der Künstler, also Schriftsteller
und Musiker, übersetzt im Schrift und Notenschrift,
wieder zurück übersetzt in Akustik glaubhaft im Zeitgeist
darzustellen. Dies zu Können ist sicher noch keine Kunst
sondern Handwerk. Erst die Genialität dieser Übersetzungen
kann in Richtung von Kunst gehen. So dass für spielende
Musiker und Schauspieler es sich eher um ein Kunsthandwerk
handeln könnte wie um Kunst. Basis zum Kunsthandwerk ist Können.

Dass die Leistung von Musikern und Schauspielern reproduzierbar
sein müsse um Kunst zu sein ist eine Forderung aus der digitalen
Zeit. Hier stellt man sich vor, eine Arbeit durch Technik so
aufzunehmen, dass sie immer wieder reproduzierbar wird.
Diese Tätigkeit ist aber weder Kunst noch Kunsthandwerk,
sondern Technik.
Dass ein Musiker ein Werk zwei Mal genau gleich spielt halte ich
für ausgeschlossen. Der Saal, die Temperatur, das Publikum
verändern sehr viel an Grundlage und Inspiration. Was das Werk
in seiner Präsentation verändert. Zudem sind diese Parameter
auch beim Kunstgeniesser einflussnehmend für das Erlebnis
Kunst.

Etwas anders verhält es sich beim Architeken. Hier können wir
zwischen Architektur und Archiskulptur grob unterscheiden.
Architektur, wo das Interesse des Bauherrn ist, zu einem
bestimmten Preis ein bestimmtes Volumen zu bekommen,
das bautechnisch, baujuristisch, finanziell den Vorgaben
entspricht. Und nach den Vorstellungen und Wünschen
des Bezahlenden zu nützen ist.
Archiskulptur orientiert sich an der Skluptur, die nicht
zwingend gebrauchstauglich sein muss. Als Beispiel die
Villa Rotonda von Fabio Reinhard, der die Villa Rotonda
von Andrea Palladio nach-interpretiert hat. Die von ihm
entwickelten Räume sind zwar spannend und in der Idee
sehr konsequent. Wohnen kann man nur in der Villa
des Palladio. In jener von Reinhart ist das schlicht nicht
möglich.
Schon nur aus akustischen Gründen. Der Nachhall ist so
lästig, dass Musik hören oder ein Gespräch zwischen
zwei Paaren mit unterschiedlichen Themen nicht möglich ist.

Die Frage, ob Fabio Reinhart das Können fehlte, um seine
Interpretation, vergleichbar mit der Arbeit eines Schauspielers
oder Musikers, gebrauchstauglich durchzuführen ist ein anderes
Thema.
Fakt: Reinharts Bau ist nicht Architektur sondern Skulpturistik im Bereich
des Bauens.

Kehren wir zurück zu den Künstlern. Also jenen, die aus noch nichts
etwas schaffen. Das Nichts definieren sie als ihr Medium, mit dem sie
ihr Publikum erreichen. Dieses Medium kann fast alles sein.
Zumeist Papier, oft Holz, Stein, Farbe, Metall, Abfall (Trash)
und das zugehörige Werkzeug, um dem Medium in die gewünschte
Form zu bringen oder Ausdrucksweise zu geben.
Wenn da noch nichts ist, nützt das Können nichts, um dem Nichts
Gestalt zu geben. Natürlich, es gibt Hilfen.
Leider ein Beispiel etwas am Rand der Kunst, aber in dieser
Konstellation gut zu erklären. An der Hochschule dozierte einst
Fritz Schwarz, der Zürcher Architekt: Haben sie ein leeres Blatt
und keine Idee, machen sie einen 30 Grad Winkel oder einen Kreis.
Da können Sie ihre Ideen dann als Grundpunkt anhängen.
An diesem banalen Beispiel der Architekten, in jenem Teillleistungs-
bereich wo Kunst der grösste Anteil der Architekten-Arbeit ausmacht,
zeigt deutlich, dass Kunst nicht von können kommt kann sondern
von suchen.

Und noch eine provokative Frage um die Hirnzellen etwas mit Adrenalin
zu beträufeln:
Was müsste ich können, um Künstler zu sein? Kann ich genau nach
meinen Vorstellungen Steine behauen, dann bin ich vielleicht
Grabsteinschaffender. Aber Künstler? Sicher Kunsthandwerker!

Verständlich? Ich hoffe...

Heiner

_________________
Kunst ist nur, wenn man versucht.
Wer Kunst kann, ist eher Kunstverkäufer wie
Künstler, was mit Sicherheit mehr Geld einbringt


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Ab wann ist man Künstler?
BeitragVerfasst: Sa 07 Feb, 2009 06:12 
hab ichs mir doch gedacht, dass der knuzen da was losgetreten hat!
also heiner, ich stimme dir in sofern zu, dass kunst, was der einzelne auch
auch immer als kunst betrachtet, mit sicherheit nicht mit können in zusammenhang gebracht werden kann!
hier sollte man scharf trennen!
das können liegt ausschliesslich in der fähigkeit der geistigen und letzlich
entscheidend, in der handwerklichen umsetzung!!! hierzu bedient man sich der werkzeuge welche einem zu verfügung stehen!
als fotograf bin ich handwerker, das lernt man schon im ersten lehrjahr!

was letztlich "kunst" ist, bestimmt erfahrungsgemäss nicht der künstler!

mir selbst, geht es glatt am......vorbei was man als kunst betrachtet! ich selbst betrachte meine arbeit nicht als kunst! ich betrachte sie als den fortdauernden versuch, ideen mittels dem werkzeug kamera, pc etc. umzusetzen und zu dokumentieren!

aber wie gesagt, das kann jeder sehen wie er lustig ist!
damit klinke ich mich aus diesem thema aus!
gruss peter


Nach oben
   
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa 07 Feb, 2009 11:53 
Offline

Registriert: Sa 20 Sep, 2008 14:09
Beiträge: 3
Bilder: 10
Vorname: Antje
Nachname: Lindenblatt
Wohnort: Göttingen
Genre:
XING-Profil: Antje Lindenblatt
…ich finde eure teilweise doch sehr unterschiedlichen Ansichten zu „wann darf man sich Künstler nennen?“ sehr interessant…allerdings ein wenig zu kopflastig, wenn ich das mal sagen darf…aber man sagt den Frauen ja schließlich nach, dass sie emotionaler sind…wobei ich dann schon bei meiner Sicht angekommen bin, was Kunst für mein Empfinden ist…Kunst ist für mich schöpferischer Ausdruck, der ein gewisses Talent voraussetzt, und dies ist unabhängig davon, ob man studiert hat oder nicht. Denn wenn ein gewisses Grund-Talent nicht vorhanden ist, dann nützt es auch nicht viele Jahre über eine gewisse Technik erlernt zu haben, denn dann fehlt ganz einfach das Gefühl, für das was man darstellen möchte. Ich empfinde etwas als Kunst, und das ist natürlich sehr subjektiv, wenn es jemandem gelingt, etwas in gewisser Weise Einzigartiges zu schaffen, einen gewissen Moment einzufangen…etwas das den Betrachter berührt, zum Nachdenken und möglicherweise zum Träumen und Nachempfinden inspiriert und Freude beim Betrachten auslöst…Kunst muss für mich eine gewisse Aussage im Dargestellten enthalten und wenn es letztlich einfach nur „Schönheit“ ist. Abschließend würde ich sagen, dass es für „Kunst“ oder „Künstler“ keine Definition gibt und auch gar nicht geben muss. Es ist nur leider oft eine sehr menschliche Eigenschaft, alles immer in gewisse Schubladen packen zu wollen…und Kunst ist meiner Meinung nach auch nicht zwangsläufig mit Erfolg verbunden, allerdings wenn man es schafft, mit dem Geschaffenen so zu Berühren, das die Betrachtenden mehr davon sehen wollen, dann stellt sich auch der Erfolg ein…


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa 07 Feb, 2009 13:46 
Offline
Premium
Premium
Benutzeravatar

Registriert: Mo 08 Dez, 2008 10:54
Beiträge: 33
Bilder: 30
Vorname: erich
Nachname: latzelsberger
Wohnort: marsberg
Land: Deutschland
Genre: Design, Fotografie, Grafik
XING-Profil: Erich_Latzelsberger
blattlinden hat geschrieben:
…ich finde eure teilweise doch sehr unterschiedlichen Ansichten zu „wann darf man sich Künstler nennen?“ sehr interessant…

…etwas das den Betrachter berührt, zum Nachdenken und möglicherweise zum Träumen und Nachempfinden inspiriert und Freude beim Betrachten auslöst…Kunst muss für mich eine gewisse Aussage im Dargestellten enthalten und wenn es letztlich einfach nur „Schönheit“ ist. Abschließend würde ich sagen, dass es für „Kunst“ oder „Künstler“ keine Definition gibt und auch gar nicht geben muss. Es ist nur leider oft eine sehr menschliche Eigenschaft, alles immer in gewisse Schubladen packen zu wollen…und Kunst ist meiner Meinung nach auch nicht zwangsläufig mit Erfolg verbunden, allerdings wenn man es schafft, mit dem Geschaffenen so zu Berühren, das die Betrachtenden mehr davon sehen wollen, dann stellt sich auch der Erfolg ein…


voll bei dir bin !!

fotografieart hat geschrieben:
das können liegt ausschliesslich in der fähigkeit der geistigen und letzlich
entscheidend, in der handwerklichen umsetzung!!! hierzu bedient man sich der werkzeuge welche einem zu verfügung stehen!
als fotograf bin ich handwerker, das lernt man schon im ersten lehrjahr!


ohne handwerkliches können gibt es auch keine kunst, stimme dir zu, das handwerk muss man beherrschen . . .

warum kommt kunst von können und ist doch kein kunsthandwerk ???

ohne das handwerkliche können gibt es auch kein geniales etwas . . .
man stelle sich michelangelo vor . . .
der musste exakt genau wissen wieviel farbe er in seinem pinsel benötoigt um grad auf diesem vorhandenen untergrund seinen pinselstrich ohne absetzen zu vollziehen . . . also handwerkliches können als vorraussetzung genialen schaffens !! nur ein beispiel, daher gibt es bei mir da auch keine diskussionsbasis, das handwerkliche wissen über werkzeug und zu verarbeitendem material ist eines der grundlegenden dinge des schaffenden . . .

und wenn ein architekt nicht weiß welche materialien wie funktionieren und zueinander stehen/passen, die statik zu berechnen ist, der wird nie was geniales vollbringen . . .
(siehe z.b. medienhafen düsseldorf)

können steht an erster stelle DAMIT was geniales, kunstvolles entstehen kann, man sich an den rand des machbaren wagen kann, ideen im kopf wirklich umsetzen kann . . .
kunst ist sicher immer ein suchen . . . keine frage, und man versucht zu finden, aber eben mit dem dafür notwendigen handwerklichen wissen, können . . .

wie sollte ein fotograf künstlerisch was zustande bringen wenn er licht und optik nicht beherrscht . . . .
zufällig gewordenes bild ist in meinen augen keine kunst, weil nicht vorher im kopf und gefühl entstanden, sondern dem zufall überlassen . . . so wie heute die digiknipser agieren, 1000 fotos und eins ist zufällig dabei, aber niemalsm fragen wie es dazu kam, denn das weiß dann keiner . . . und damit ist es für mich zwar schön und auch eventuell gut für die deko im zimmer, aber keine kunst weil zufallsprodukt . . . ohne herz und hirn . . .

meine 2 cent !

_________________
erich latzelsberger
fotografie:grafik:druckvorstufe
http://L.eric-fotoart.com


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa 07 Feb, 2009 20:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 04 Feb, 2009 13:48
Beiträge: 2
Bilder: 17
Vorname: Pit
Nachname: Hermann
Wohnort: Gersthofen/OT Batzenhofen
Genre:
Kunst ..
hier wird IMMER interpretiert das kunst auschliesslich als idee und
handwerkliche umsetzung zu sehen ist ...

in der bildenden kunst mag das im startmoment so sein, doch veraendern so manche faktoren oftmals das endergebnis und es entsteht ganz etwas anderes.... und trotzdem ist es kunst ...

es werden sogar die aus den usa stammenden hundebildchen als kunst verkauft wobei da mehr der zufall regie fuehrt...

auch das 99Cent-Foto gilt als Kunst wobei da weder der inhalt des bildes noch die beleuchtung durch den fotogarfen stattgefunden hat.

ich behaupte es gibt keine allgemein und alleinig gueltige regel die kunst in einem satz definiert ....

und besonders in der fotografie behaupte ich das nicht die ultimative lichtbeherschung als definitionspunkt zu sehen ist

fotografische kunst kann auf die skurilste weise entstehen als ein extrem eine hochaufwendige komplexe inszenierung und auf der anderen seite als anderes extrem ein photos das unter normalen bedingungen auf der strasse gemacht wird.

ist es nciht bei den malern genauso ? ist etwas ein bild das das leben auf der strasse zeigt oder das leben im moulin rouge automatisch etwa gerade deswegen keine kunst weil es etwas normales zeigt ?

in meinen augen ist gerade in der photografie ein grosser teil kunst darin zu sehen , dinge oder sichtweisen zu sehen zu erkennen die andere leute nicht (mehr) wahrnehmen oder sehen und gedankenlos daran vorbeigehen
und diese dann den menschen vor augen zu halten.

Pit


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa 07 Feb, 2009 21:23 
Offline
Premium
Premium
Benutzeravatar

Registriert: Mo 08 Dez, 2008 10:54
Beiträge: 33
Bilder: 30
Vorname: erich
Nachname: latzelsberger
Wohnort: marsberg
Land: Deutschland
Genre: Design, Fotografie, Grafik
XING-Profil: Erich_Latzelsberger
Pit_Hermann hat geschrieben:
Kunst ..
hier wird IMMER interpretiert das kunst auschliesslich als idee und
handwerkliche umsetzung zu sehen ist ...


welche zur zeit gültigen regelen, egeaal welche kunstakademie auch immer, gibt anderes vor ??

Pit_Hermann hat geschrieben:
in der bildenden kunst mag das im startmoment so sein, doch veraendern so manche faktoren oftmals das endergebnis und es entsteht ganz etwas anderes.... und trotzdem ist es kunst ...


weil der gedanke des künstlers als erstes die idee hatte und dann direkt am objekt fertig gedacht wird, ja, das gibt es . . .
aber GANZ was anderes wurde es nicht, es wurde ein wenig anders als erst gedacht, ja, weil eventuell auch momentane emotionen hineinspielen wenn ein kunstwerk so 4 wochen dauert, bis zur fertigstellung . . .

Pit_Hermann hat geschrieben:
es werden sogar die aus den usa stammenden hundebildchen als kunst verkauft wobei da mehr der zufall regie fuehrt...


und welche dieser bilder überstehen ein jahrzehnt ???
sind reine modegags und weiter nichts . . .

Pit_Hermann hat geschrieben:
auch das 99Cent-Foto gilt als Kunst wobei da weder der inhalt des bildes noch die beleuchtung durch den fotogarfen stattgefunden hat.


man kann alles schönreden . . .
wo ist die basis, die these nach der sich das richtet, oder ist jedes geschmiere was gelb, blau und rot in sich birgt, schon ein kunstwerk ??


Pit_Hermann hat geschrieben:
ich behaupte es gibt keine allgemein und alleinig gueltige regel die kunst in einem satz definiert ....


es gibt sicher verschiedene ansätze, aber keine der akademien leugnet die handwerkliche kunst als basis . . .

Pit_Hermann hat geschrieben:
und besonders in der fotografie behaupte ich das nicht die ultimative lichtbeherschung als definitionspunkt zu sehen ist

fotografische kunst kann auf die skurilste weise entstehen als ein extrem eine hochaufwendige komplexe inszenierung und auf der anderen seite als anderes extrem ein photos das unter normalen bedingungen auf der strasse gemacht wird.


genau dagegen wehre ich mich, nur weil digitale fotografie milliarden an schrott hervorgebracht hat ist nicht alles kunst was zufällig entsteht . . . ohne wissen was man tut . . .
aber es gab auch schon die herrlichsten gags mit malerei von schimpansen und gorillas, bilder die hochgelobt wurden . . .
und dann die angeblichen kunstkenner mit hochrotem kopf abzogen . . .

Pit_Hermann hat geschrieben:
ist es nciht bei den malern genauso ? ist etwas ein bild das das leben auf der strasse zeigt oder das leben im moulin rouge automatisch etwa gerade deswegen keine kunst weil es etwas normales zeigt ?


wo steht geschrieben welches motiv zur kunst werden kann . . .
stilleben, landschaftsbilder, portraits . . . alles kann kunst sein, aber alles hat den persönlichen handwerklichen stil jedes der künstler.
dali und picasso, sie beide konnten fotorealistisch zeichnen und malen, man sehe sich ihre werke aus der studienzeit an . . .
und aus diesem können entwickelten sie . . .

Pit_Hermann hat geschrieben:
in meinen augen ist gerade in der photografie ein grosser teil kunst darin zu sehen , dinge oder sichtweisen zu sehen zu erkennen die andere leute nicht (mehr) wahrnehmen oder sehen und gedankenlos daran vorbeigehen
und diese dann den menschen vor augen zu halten.

Pit


dinge und sichtweisen . . .
klar, und genau das ist aber kunst, dazu muss ich aber wissen was die "normale" sichtweise wäre, wissen wie ein auge und das sehempfinden eines menschen funktioniert !! denn da gibt es schon dinge wie den goldenen schnitt, die positive diagonale und vieles mehr . . .

daher ist genaus aber das das wesentliche, dies zu beherschen und zu wissen WAS man tut. . . egal wo und bei welcher art von motiv auch immer.
und fotografisch ist es dabei sehr entscheidend das licht auch richtig einschätzen zu können . . . denn fotografie ist malen mit licht !!

aber ich denke, ich hab genug geschrieben . . .
jeder denke sich seinen teil wie er möchte, nur, jahrzehnte oder jahrhunderte überdauernde tatsächliche kunst hat handwerkliche basis . . .
und das ist kaum zu wideerlegen ;-)

grias eich

erich


Dateianhänge:
CRW_9008.jpg
CRW_9008.jpg [ 61.24 KiB | 2812-mal betrachtet ]
15343.jpg
15343.jpg [ 134.23 KiB | 2812-mal betrachtet ]
IMG_1883.jpg
IMG_1883.jpg [ 103.31 KiB | 2812-mal betrachtet ]

_________________
erich latzelsberger
fotografie:grafik:druckvorstufe
http://L.eric-fotoart.com
Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So 08 Feb, 2009 09:07 
Offline
Premium
Premium

Registriert: Di 12 Aug, 2008 04:11
Beiträge: 414
Bilder: 82
Vorname: Heiner
Nachname: Zumbrunn
Wohnort: Winterthur
Land: Schweiz
Genre: Fotografie
XING-Profil: Heiner_Zumbrunn
L.eric hat geschrieben:
jahrzehnte oder jahrhunderte überdauernde tatsächliche kunst hat handwerkliche basis . . .
und das ist kaum zu widerlegen ;-)


Das schon, Erich, aber, aber viele Künstler, die grosse Arbeiten
erarbeiten, machen vieles nicht mehr selbst.
Schon Michelangelo hatte seine Schüler, Studenten und Mitarbeiter,
die ihm die Decke in der Sixtinischen Kapelle bemalten.

"Kunst hat handwerkliche Basis" ist richtig.
Aber "handwerkliche Basis ist Kunst" eben nicht.
Darum kommt Kunst nicht von Können.

Heiner

_________________
Kunst ist nur, wenn man versucht.
Wer Kunst kann, ist eher Kunstverkäufer wie
Künstler, was mit Sicherheit mehr Geld einbringt


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 38 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron

Über den Kunstclub | FAQ | Banner | Presse | Mitgliedschaften | Nutzungsbedingungen | Impressum






Kunstclub ist Galerie, Kunstforum, Kunst Portal & Kunsthandel Shop für den deutschsprachigen Raum. Beitrag: Wann darf man sich Künstler nennen?


Aktuelle Zeit: Mi 23 Mai, 2012 02:08
Partner: XING-Gruppe Kunstclub | Aktfotografie |
Powered by phpBB Kunst Forum