Enkaustik

Definition

Der Begriff Enkaustik (auch Heißwachsmalerei genannt) stammt vom Altgriechischen Wort enkausis ab, was Einbrennen bedeutet. Enkaustik ist ein Malverfahren, welches bereits seit der Antike verwendet wird.

Bei diesem Verfahren werden Farbpigmente in Wachs gelöst und dann entweder kalt mit einem heißen Spachtel oder heiß mit einem Pinsel auf den Untergrund aufgetragen. Heutzutage werden in der Regel elektrisch geheizte Malwerkzeuge genutzt.

Geschichte

Als Maltechnik wurde Enkaustik in Ägypten, Griechenland und Rom für Wandgemälde und Mumienbilder eingesetzt. Das Verfahren war für damalige Künstler sehr aufwendig, allerdings überzeugte die Technik durch ihre sehr hohe Lichtechtheit und Farbintensität. Diese ist auf ägyptischen Mumienbildern bis heute erhalten.

Ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. in wurde die Enkaustik mit Aufkommen der Temperamalerei für lange Zeit verdrängt. Eine neue Blüte erlebte sie im 18. Jahrhundert im Zuge der Wiederentdeckung der Antike. Heute nimmt die Enkaustik auch in der (akademischen) Ausbildung wieder einen Platz ein.

Künstler

Die folgende Liste beinhaltet eine Auswahl an Künstlern, die bedeutende Werke mit der Enkaustiktechnik geschaffen haben.

  • Robert Geveke
  • Jasper Johns
  • Martin Assig
  • Fernando Leal Audirac
  • Christine Hahn
  • Hilde Stock-Sylvester
  • Norimichi Akagi